Erste Verhandlungsrunde am 13.1.2026
Heute, am 13. Jänner 2026 fand die erste Verhandlungsrunde für die rund 25.000 Beschäftigten in den EVU-Betrieben statt. In dieser stand die ausführliche Diskussion und der Austausch über das Forderungsprogramm der Gewerkschaften GPA und PRO-GE im Mittelpunkt. Wie in den vergangenen Jahren wurde intensiv und detailliert über die rahmenrechtlichen Forderungen diskutiert.
Die Arbeitgeber:innen zeigten Verständnis für die Positionen der Gewerkschaften GPA und PRO-GE, machten jedoch klar, dass wesentliche rahmenrechtliche Verbesserungen für sie nur in einem Gesamtpaket denkbar sind. Obwohl zu den jeweiligen Rahmenrechtspunkten von beiden Seiten unterschiedliche Zugänge vorhanden sind, fand das Gespräch traditionell wertschätzend und konstruktiv statt.
Deutlich kontroverser gestaltete sich hingegen die Debatte über die wirtschaftliche Situation und die Zukunftsaussichten der Branche. Die Gewerkschaften GPA und PRO-GE thematisierten die ausgezeichneten wirtschaftlichen Ergebnisse der Unternehmen. Die Arbeitgeber:innen stellten die aus ihrer Sicht hohen Erwartungen der Eigentümer:innen bzw. Kund:innen an die Branche in den Vordergrund sowie die für die Energiewende hohen Kosten für notwendige Investitionen.
In der letzten Phase der Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber:innen ein erstes Angebot gelegt. Darin enthalten sind die Erhöhung der Ist- und Mindestgehälter/löhne deutlich unter der rollierenden Inflation, in Kombination mit Einmalzahlungen und Rahmenrechtsverbesserungen. Dieses war für die Vertreter:innen der Gewerkschaften GPA und PRO-GE unzureichend, insbesondere in Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Gehalts- bzw. Lohnerhöhungen. Dennoch haben sich die Vertreter:innen der Gewerkschaften GPA und PRO-GE sowie die Arbeitgeber:innen darauf verständigt, konstruktiv und lösungsorientiert an den Vorschlägen weiterzuarbeiten.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 19. Jänner 2026 statt.
Wirtschaftsgespräch am 16.12.2025
Im Zuge der bevorstehenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die Beschäftigten der Elektrizitätsunternehmen (EVU) fand am 16.12.2025 das Wirtschaftsgespräch zwischen Österreichs Energie sowie den Gewerkschaften GPA und PRO-GE statt. Das Wirtschaftsgespräch wurde vom Präsidenten Österreichs Energie, Dr. Michael Strugl, eröffnet. Dabei verwies er auf die Erwartungshaltungen an die Branche – notwendige, kostenintensive Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen und gleichzeitig für leistbare Strompreise zu sorgen. Außerdem sollen die aktuellen realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die kommenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen berücksichtigt werden.
Die Vertreter:innen der Arbeitnehmer:innenseite betonten die gute wirtschaftliche Situation der Branche. Die Energieversorgung ist ein zentraler Pfeiler der heimischen Wirtschaft und trägt wesentlich zur Stabilität des Standortes Österreich bei. Diese Stärke ist kein Zufall, sondern auch das Ergebnis der täglichen Arbeit der Beschäftigten in den Energieunternehmen. Ebenso haben die Beschäftigten der Elektrizitätsunternehmen unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen einen entscheidenden Beitrag zur sicheren Energieversorgung, zur Umsetzung der Energiewende und zur stabilen Entwicklung der Unternehmen geleistet. Dies muss in den Verhandlungen entsprechend berücksichtigt werden.
Daher fordern die Gewerkschaften GPA und PROGE neben einer angemessenen Erhöhung der Löhne und Gehälter auch Verbesserungen bei den arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten der Elektrizitätsunternehmen. Die erste Verhandlungsrunde ist für den 13. Jänner 2026 angesetzt.