Die diesjährigen Verhandlungen standen im Zeichen einer schwächelnden Konjunktur, hohen Erwartungen der Eigentümer:innen und Kund:innen sowie steigenden Kosten für die Umsetzung der Energiewende. Dennoch war es uns wichtig, die guten wirtschaftlichen Ergebnisse der Elektrizitätsunternehmen hervorzuheben und klar zu betonen, dass dieser Erfolg auch durch die engagierten Beschäftigten möglich war.
Um zu einem sozialpartnerschaftlichen und für alle Seiten tragbaren Ergebnis zu kommen, hat sich das Verhandlungsteam entschieden, den heurigen Abschluss als Gesamtpaket bestehend aus rahmenrechtlichen Verbesserungen, nachhaltigen prozentuellen Gehaltserhöhungen und einer Einmalzahlung zu schnüren.
Rahmenrecht
Im Rahmenrecht konnten wir für die Mitarbeiter:innen ab einem gewissen Alter zusätzliche Erholungsmöglichkeiten in Form von Gesundheitstagen erreichen.
Kolleg:innen, die folgende/s Alter/Dienstzeit erreicht haben, erhalten zusätzliche Gesundheitstage:
- Ab 40 Jahre oder 20-jähriger Dienstzeit* = +1 zusätzlicher Gesundheitstag
- Ab 45 Jahre = +1 zusätzlicher Gesundheitstag
- Ab 50 Jahre = +1 zusätzlicher Gesundheitstag
*: hierzu gelten alle im Konzern verbrachten Lehr- und Dienstzeiten sowie alle bei anderen Unternehmen verbrachten Lehr- und Dienstzeiten, jedoch maximal 5 Jahre
Einmalzahlung
Ein weiterer Bestandteil des Abschlusses bildet eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro brutto, die mit der Juliabrechnung 2026 ausgezahlt wird. Diese kann bei Abschluss einer Betriebsvereinbarung in zwei Freizeittage umgewandelt werden.
Löhne und Gehälter
Im monetären Bereich konnten folgende nachhaltige Erhöhungen erreicht werden:
- Erhöhung der IST-Löhne und Gehälter um 2,8%
- Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter und – löhne um 2,8%
- Erhöhung des Überleitungsausgleich um 2,8%
- Erhöhung der Zulagen um 2,8%
- Erhöhung der Kinderzulage um 2,8%
- Erhöhung der Lehrlingseinkommen um 2,8%
- Erhöhung der Aufwandsentschädigungen um 2%
Der Abschluss ist als Gesamtpaket zu sehen, der in schwierigen Zeiten einen beiderseitigen Kompromiss darstellt. Dabei konnte mit den Gesundheitstagen zusätzliche Erholungsmöglichkeiten erreicht werden.
Wir möchten uns auch heuer bei allen Betriebsrät:innen bedanken, die uns bei den Kollektivvertragsverhandlungen tatkräftig unterstützt haben.